15 Dinge oder tausend Wörter
(Keine Sorge, nicht noch mal der selbe Kram!) …, die ich an den USA und meinem bisherigen Aufenthalt hier liebe und/oder schon erlebt habe.
- Die Sprache – Englisch im Alltag ist schlicht und ergreifend awesome und unersetzbar! Ich muss allerdings sagen, dass ich die deutsche Sprache durch mein Englisches Denken anders wahrnehme und nutze, und glaube, dass mich mein Aufenthalt bereits jetzt in beiden Sprachen, sowohl im Englischen als auch im Deutschen definitiv vorangebracht hat!
- Spirit – Die Faszination, Begeisterung und Leidenschaft mit der die Menschen auf praktisch alles hier reagieren ist eine angenehm andere und intensivere Art, die ich sehr lieben gelernt habe.
- Football – Ein genialer Sport sobald man sich erst auf ihn eingelassen hat. Lässt einen nicht mehr los, besonders wenn man den lastjährigen Super Bowl Gewinner im Umkreis von 10 Meilen hat und dieser mit 5:0 noch kein Spiel dieser Saison verloren hat (GO PACKS!).
- Packers – Unser, mein Football-Team, wie gesagt noch ohne Niederlage, dem wohl aktuell besten und sympathischsten Quaterback und… einfach eine Liebe für sich!
- Sport – Wird hier auf der anderen Seite des großen Teichs in der Schule anstatt in außerschulischen Vereinen abgewickelt und ist deshalb anders, mit mehr Spirit (siehe 2)! So hat mich Denmark also zurück zum Fußball gebracht und wird mich im Laufe des Jahres wahrscheinlich zur Leichtathletik führen…!
- Marching Band – Ich glaube es gibt an deutschen Schulen (zumindest an denen, die ich kenne) nichts vergleichbares – ein Orchester kommt unserer Marching Band aber vermutlich am nächsten, aber in der Halbzeit des Fußballspiels am Homecoming Weekend eine Michael Jackson Show zu spielen, zu marschieren (ich konnte keine passendere Übersetzung finden… womit wir wieder bei Punkt 1 wären) und zu Thriller so zu tun als ob man ein Zombie wäre – einmalig!
- Homecoming (Dance) – Wohl (leider) ebenfalls mit nichts auch nur ansatzweise vergleichbar, das wir in Deutschland haben. Der Abtanzball nach einem Tanzkurs passt einerseits, da man ein Date hat und sich ein bisschen schick anzieht, andererseits ist echtes Tanzen eher Fehlanzeige… Außerdem findet das Spektakel in der Schule statt. Vielleicht habt ihr ja Bilder bei Facebook gesehen und bekommt einen kleinen Eindruck.
- Homecoming-Week – kommt unserer Woche vor der Nulltagefeier sehr nahe, allerdings nimmt die gesamte Schule teil und sammelt Punkte für den Jahrgang. Beim Pouder Puff Game (Girl’s Football) am Freitag zwischen den einzelnen Jahrgängen, bei dem die letzten Punkte gesammelt werden können (unter anderem durch männliche Cheerleader… nein, daran nahm ich nicht teil!) wird der Siegerjahrgang mit den meisten Punkten und viel Brimborium geehrt!
- Lehrer-Schüler-Beziehung – Lehrer gehen hier mit Schülern anders um als im guten, alten Deutschland. Ich persönlich stehe auf die etwas persönlichere Beziehung und habe diese auch mit vielen meiner deutschen Lehrern, kann aber die Kontroverse verstehen. Wie auch immer – ich mag’s!
- Schulbus – Ja, die Londoner mögen ihre Doppeldeckerbusse abschaffen, aber wir behalten unsere großartigen gelben Schulbusse! Man kennt sie aus Film und Fernsehen und sie sind tatsächlich exakt so, wie dargestellt: Man steigt ein, begrüßt seinen Busfahrer (wenn man, wie meine unheimlich süßen Nachbarskinder noch im Kindergarten- oder Grundschulalter ist, gerne auch mit einer Umarmung!) und hat den perfekten Start in den Tag, auch wenn es ab und zu recht voll ist.
- Attitude – Ob es daran liegt, dass ich ein Gast in diesem Land bin kann zwar nicht mit hundert prozentiger Sicherheit sagen, aber da ich allerdings schon für einen Wisconsianer gehalten wurde, gehe ich nicht davon aus, in jedem Fall aber wird angenehm freundlich und entspannt mit einem umgegangen. Vielleicht hat es damit zu tun, dass ich nun in einer eher ländlichen Gegend lebe, aber so charmant sind nur wenige (fremde) Deutsche mit mir umgegangen (und wie so häufig bestätigt die Ausnahme die Regel!).
- Äpfel – Klingt komisch, ist aber so. Wir haben drei Apfelbäume bei uns im Garten, die selbstgepflückten Äpfel brachten wir also vor wenigen Wochen nach Cleveland, Wisconsin, wo wir aus ihnen köstlichen Saft pressen ließen (19 [!!] Gallons [~70 Liter]), der gerade zum Teil zu Wein verarbeitet wird. Außerdem besuchten wir dort eins der genialsten Restaurants/Cafés, in denen ich etwas zu mir genommen habe. Es hört auf den wundervollen Namen „Whispering Orchards and Café“, ist wundervoll eingerichtet, ein Familienunternehmen und hat köstliche Apfel-Gerichte!
- Ballroom – Meine Gastfamilie ist tanzfanatisch, sie geben unter anderem wöchentlich Unterricht in einer Kirche und ein oder zwei mal im Monat geht es zu dem einen oder anderen Tanzevent und ich genieße das sehr – mal ist Karaoke mit dabei, mal Livemusik, mal einfach gutes Essen, aber immer resultiert das Unternehmen in großem Spaß!
- Familie – Zu Hause ist meine Familie, sagen wir, eher weit weg, verstreut über Deutschland und Europa. Es trifft sich nun glücklicherweise, dass ich im flächenmäßig drittgrößten Land auf diesem Planeten lebe, das sich in schlappe fünf Zeitzonen ausbreitet, in jedem Fall habe ich hier mehr Familie im Umkreis von 3 Stunden durchschnittlicher Autofahrt als jemals zuvor – zugegebenermaßen nicht meine biologische Familie, aber ich finde es zählt und es ist wundervoll! Ich genieße Veränderung merkt ihr das?
- Essen – „Die Amerikaner essen doch eh nur Burger, Fast Food und anderen fettigen Kram!“ Oh hell no! Zumindest nicht die Leute mit denen ich mich umgebe. Natürlich sind die Fast-Food Restaurants… populärer und weiter verbreitet, aber jeder hier steht auf und APPRECIATES großartiges Essen. Die Mischung aus allen möglichen (Ess)Kulturen ist ein weiteres Detail der USA das ich einfach liebe!
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Schöne Zusammenfassung deines Auslandaufenthaltes. Weiter so;)